Sozialversicherungspflichtige sind in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Die gesetzliche Rentenversicherung dient dem Schutz des Einzelnen und der Familie; sie zahlt vor allem Renten bei Alter, Erwerbsminderung und Tod (Alters-, Berufsunfähigkeits- oder Erwerbsunfähigkeits- sowie Hinterbliebenenrente).
Die Höhe der Altersrente richtet sich nach der Dauer des gesamten Arbeitslebens und nach dem Einkommen. Je höher und länger die Beitragszahlungen, desto mehr Rente kann jeder beanspruchen. Voraussetzung für den Rentenbezug ist auch die Erfüllung bestimmter Versicherungszeiten.
Geburtenrückgang, hohe Arbeitslosigkeit, vorzeitiger Ruhestand haben jedoch die Finanzgrundlage der gesetzlichen Rentenversicherung erschüttert. Immer weniger Beitragszahler müssen immer mehr Rentner versorgen. Damit wird die private Altersvorsorge immer wichtiger.
Mit Hilfe einer privaten Rentenversicherung kann man – ohne Gesundheitsprüfung, wie sie in der Lebensversicherung nötig ist – Geld fürs Alter zurücklegen. Dabei stehen dem Kunden mehrere Möglichkeiten offen: - Aufgeschobene Rentenversicherung gegen laufenden Beitrag: Sie sparen beispielsweise 15 Jahre lang monatlich einen bestimmten Betrag. Am Ende der Laufzeit haben Sie die Wahl, sich das angesammelte Kapital steuerfrei einmalig auszahlen zu lassen oder bis zum Tod eine Rente zu beziehen. Aus steuerlichen Gründen muss der Vertrag mindestens 12 Jahre laufen und mit wenigstens fünf Jahresbeiträgen bespart werden.
- Aufgeschobene Rente gegen Einmalbeitrag: Sie zahlen auf einmal einen größeren Betrag ein, bekommen dann aber nicht sofort, sondern erst in einigen Jahren eine Rente. Diese Vertragsform ist sinnvoll zum Beispiel zur Anlage einer Abfindung.
- Sofortbeginnende Rente: Sie zahlen ebenfalls einen größeren Betrag ein und beziehen dann sofort eine Rente. Diese Vertragsform sichert Ihnen im Alter ein Zusatzeinkommen bis zum Lebensende. Andere Anlageformen, zum Beispiel Banksparkonten, haben im Vergleich dazu den Nachteil, dass bei Kapitalverzehr das Geld irgendwann verbraucht ist.
|